Biografie

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A d o l f  H ö l z e l ( 1853 – 1934 )
Hölzel (2. v.r.) mit seiner Familie - um 1858-60 © Adolf Hölzel-Archiv 1853 Geboren am 13. Mai in Olmütz/Mähren

Sohn des Buchhändlers und Verlegers Eduard Hölzel und seiner Frau Hedwig (geb. Niemann).

Geburtshaus am Oberring in Olmütz © Adolf Hölzel-Archiv 1868 Ausbildung zum Schriftsetzer bei der Firma Andreas Perthes in Gotha. Gleichzeitig privaten Zeichen-, Mal- und Geigenunterricht.
1871 Übersiedlung der Familie nach Wien.
1872 Studium an der Wiener Akademie als Gastschüler.
1873 Dienst als Einjährig-Freiwilliger bei der Artillerie mit Offiziersprüfung.
1874 Fortsetzung des Studiums an der Wiener Akademie.

Adolf Hölzel - Selbstportrait - vor 1887 - Öl auf Leinwand (14,4 x 13,5 cm) - Privatbesitz

1876-82 Übersiedlung nach München und Studium an der Münchner Akademie.

1879 Meisterschüler in der Komponierklasse von Wilhelm von Diez.

1882 Heirat mit Karoline Emilie (Emmy) von Karlowa (1886 Geburt des gemeinsamen Sohnes Hugo).
Hölzel und Emmy als junges Paar - um 1882 © Adolf Hölzel-Archiv 1887 Studienreise nach Paris mit Arthur Langhammer und Fritz Strobentz. Im Spätherbst Übersiedlung nach Dachau bei München.
1888 ff. Beteiligungen an den Jahresausstellungen im Münchner Glaspalast.
1891 Auszeichnung mit der Goldenen Medaille 2. Klasse für sein Gemälde „Die Frau des Zimmermanns“.
1892 Errichtung einer privaten Malschule in Dachau. Zu seinen Schülern zählen u.a. Emil Hansen (Nolde), Lily Hildebrandt, Ida Kerkovius und Bruno May.
Hölzel mit Fahrrad und Dill auf Schultern eines Unbekannten im Gröbenbach - vor 1900 © Adolf Hölzel-Archiv 1896 Bildung der Malergruppe „Neu-Dachau“ mit Ludwig Dill und Arthur Langhammer. Bis 1899 Arbeit in dem charakteristischen „Neu-Dachauer-Stil“.
1900 Zweite Parisreise mit dem Wiener Malerfreund Alfred Schrötter.
Langhammer, Dill , Hölzel und "Malbuben" im Dachauer Wald - um 1900 © Adolf Hölzel-Archiv 1901 Erste theoretische Publikation unter dem Titel „Über Formen und Massenverteilung im Bilde“, veröffentlicht in der Wiener Zeitschrift „Ver Sacrum“.
Hölzel und Arthur Roessler - um 1905 © Adolf Hölzel-Archiv 1903
Im Herbst Vortrag im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a.M. „Über künstlerische Ausdrucksmittel und deren Verhältnis zu Natur und Bild“, veröffentlicht 1904 in der Zeitschrift „Die Kunst für Alle“.
1905 Studienreise nach Venedig, Triest, Ravenna und Padua. Am 19. November Berufung an die Stuttgarter Akademie als Leiter einer Komponierklasse (Nachfolge von Leopold v. Kalckreuth).
1906 Aufnahme der Lehrtätigkeit an der Stuttgarter Akademie. Auftrag zur Ausmalung der „Pfullinger Hallen“ mit Wandbildern, die von seinen Schülern u.a. Hans Brühlmann ausgeführt werden.
Hölzel im Atelier Dachau - um 1905 © Adolf Hölzel-Archiv 1907 Begegnung und Gedankenaustausch mit dem französischen Maler Paul Sérusier, einem Mitglied des „Nabis“-Kreises um Paul Gauguin.

Versammlung von begabten Schülern (u.a. Willi Baumeister, Hans Brühlmann, Heinrich Eberhard, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Otto Meyer-Amden, A.H. Pelligrini, A. L. Schmitt, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner) um den Lehrer Hölzel an der Stuttgarter Kunstakademie („Hölzel-Kreis“).

1910 Ausführung des figürlichen Wandbildes „Der Gekreuzigte“ in der Garnisonskirche Ulm (heute Paulskirche).
1912 Sommerexkursion mit dem „Hölzel-Kreis“ nach Montjoie (Monschau) in der Eifel.

Besuch der „Internationalen Kunstausstellung des Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und Künstler“ in Köln.

1913 Sommeraufenthalt in Knokke, Belgien. Rückzug aus der Öffentlichkeit, ausgelöst durch Anfeindungen der Akademiekollegen auf Grund seiner modernen Auffassung des Lehramtes.
Hölzel und seine Schüler (Foto um 1914) - reproduziert aus Venzmer 1982, S. 25 1913/14 Auftrag von Theodor Fischer Wandbilder zur „Ursula-Legende“ für die Vorhalle der Werkbund-Ausstellung in Köln zu gestalten. Wettbewerb im Kreise der Schüler mit Ausführung durch Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner.
1914 Erteilung des ersten großen Glasfensterauftrages im Sitzungssaal der Keksfabrik in Hannover durch Hermann Bahlsen (Einbau 1918).
1916 Ernennung zum Direktor der Stuttgarter Akademie für die Studienjahre 1916/17 und 1917/18. Erste Ausstellung „Hölzel und sein Kreis“ im Kunstverein Freiburg/Brsg.
1918 Erste große Einzelausstellung in der Kestner-Gesellschaft in Hannover. Konsul Fritz Beindorff, Inhaber der Firma Günther Wagner, Pelikan-Werke, erwirbt sämtliche Exponate der Ausstellung (= sog. Pelikan-Sammlung).
Hölzel vor Blockhaus sitzend - um 1932 © Adolf Hölzel-Archiv 1919 Am 15. März Versetzung in den Ruhestand und Übersiedlung ins eigene Haus nach Degerloch (Panoramastraße 10, später Ahornstraße 22). Am 9. September Vortrag auf dem Ersten Deutschen Farbentag des Deutschen Werkbundes in Stuttgart über das Thema: „Einiges über die Farbe in ihrer bildharmonischen Bedeutung und Ausnützung“.
Hölzel mit Marie Lemmé sowie deren Mutter und NN in Paris - um 1922 1920 Verleihung des Dr. Ing. h. c. durch die Technische Hochschule Aachen.
1927 Vorlesungen an der „Freien Kunstschule“ in Stuttgart.
Adolf Hölzel mit Ida Kerkovius (r) und Marie Lemmé (l) - um 1925 in seinem Haus in Stuttgart 1928 Anlässlich seines 75. Geburtstages Auftrag für drei Glasfenster im Treppenhaus des Stuttgarter Rathauses.
1932 Letzter großer Glasfensterauftrag für den Sitzungssaal der Pelikanwerke Günther Wagner in Hannover.
Hölzel mit Kindern vor seinem Haus in Degerloch - um 1930 © Adolf Hölzel-Archiv 1933 Absage der geplanten großen Ausstellung „Hölzel und sein Kreis“ im Rahmen der “Landeskunstausstellung“ in Stuttgart infolge der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Totenmaske - 1934 © Adolf Hölzel-Archiv 1934 Gestorben am 17. Oktober in Stuttgart.


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Eine ausführliche Biografie finden Sie in der Publikation „Kaleidoskop. Hölzel in der Avantgarde“, hrsg. von Marion Ackermann, Gerhard Leistner, Daniel Spanke, Heidelberg 2009, S. 16-25.

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